schamanische Meditation

Schamanische Meditation

Ich sehe mich in meiner „Kammer der Wunden“ als kleines Kind auf dem Boden hocken, umgeben von Schwärze. Ich verstecke meinen Kopf zwischen meinen Knien. Etwas ist da draussen, ich verstehe es nicht, es ist gefährlich und der einzige Satz, den ich wahrnehme ist: „Ich darf auf keinen Fall gesehen werden, sie dürfen mich unter keinen Umständen entdecken!“

Heilige Scheisse, denke ich, denn plötzlich verstehe ich so vieles. Und so schrecklich dieser Moment auch sein mag oder gewesen sein mag, es ist eine unglaubliche Erleichterung darin für mich, diesen Moment zu fühlen. Eine Erleichterung, die ich auch jetzt wieder spüre, wenn ich das schreibe, denn ich muss weinen. Tränen der Erleichterung. Es tut so gut, sie zu weinen.

Ich mache einen „Schnellrückblick“ über mein Leben und verstehe endlich meine Reaktionen in so vielen Momenten…

Danach reise ich noch in weitere Kammern – in die Kammer der Seelenverträge, Kammer der Gnade und Kammer der Schätze.

Ich bekomme ein Bild von mir in der Zukunft. Ein Seelenvertrag, den ich vor langer Zeit eingegangen bin, offenbart sich mir und es wird mir erlaubt, diesen Seelenvertrag zu verändern.

In der Kammer der Gnade begegne ich einem Teil von mir, den ich irgendwann mal abgespalten habe. Ich sehe eine kokette junge Frau, die frech auf dem Tisch tanz und ich frage sie, ob sie wieder zu mir kommen möchte. Sie zögert und stellt Bedingungen. Sie will sich bei mir nicht langweilen…

In der Kammer der Geschenke erhalte ich einen Gegenstand, der mich daran erinnert, warum ich hier bin.

Ich bin überwältigt von der Klarheit der Bilder und von meinem inneren Gefühl um die Richtigkeit dieser Visionen. Sie berühren und bewegen mich zutiefst.

Während dieser Meditationen konnte ich mit den Wesen, die mir begegnen, sprechen und ihnen Fragen zu stellen: Wer bin ich? Was soll ich hier lernen? Und wieso bin ich so, wie ich bin? Und welche Unterstützung habe ich auf meinem Weg?
Die Antworten waren für mich Offenbarungen, bei denen ich mehrfach dachte: Ach so….. jetzt wird mir vieles klar…!

Mit Schamanismus und dessen Pflanzenmedizin beschäftige ich mich nun seit dreieinhalb Jahren. Es ist eine Welt, in der ich mich immer mehr zu Hause fühle, die mich so vieles gelehrt und geheilt hat.
Zur Zeit nehme ich zum zweiten Mal an einer Jahresgruppe teil, die die Pflanzenmedizin verschiedener schamanischen Kulturen in homöopathischer Form testet. Diese Medizin ist in homöopathischer Form legal, sehr wirksam, kraftvoll und weise. Sie können eine Meditation unterstützen, sind zum meditieren aber nicht zwingend notwendig.

Bei den Schamanen des Amazonas ist der Kolibri das Krafttier, das für die Seele steht, die zu uns in Bildern, Visionen und Träumen spricht. Für viele indianische Völker ist der Kolibri ein heiliger Vogel, der den Schleier zu anderen Welten oder anderen verborgenen Dingen lüften kann.

Um „mit dem Kolibri zu fliegen“, brauchen wir uns nur auf seine Kraft hin ausrichten und uns leiten lassen. Dann können unsere innere Bilder zu uns sprechen. Oft versuchen wir, Situationen zu erklären, aber diese inneren Bilder erzählen ihre ganz eigene Geschichte.

Deine Geschichte in der Version deiner Seele.